Bootshaus neu


Im Zuge der Umgestaltung des Freibades in Rosenheim wurde der dortige Kiosk überflüssig. Durch gute Beziehungen erfuhren wir, dass die Stadt Rosenheim bzw. die Stadtwerke den Kiosk gegen Selbstabbau kostenlos abgeben würden.

 

 

 

 

 

 

 

Binnen zwei Wochenenden und der dazwischen liegende Woche im September wurde der gesamte Kiosk in seine Einzelteile zerlegt. Schnell wurde klar, dass einige Bestandsteile nicht mehr zu erhalten waren (z.B. war die komplette Dachdeckung morsch) oder andere Teile sich nicht so abbauen ließen, wie gedacht (hier z.B. das Vordach). Der größte Teil, der Dachstuhl und die Blockständer-Wände, konnten jedoch mehr oder weniger planmäßig abgebaut werden. Es wurde aber schnell klar, dass das Projekt mehr Zeit und Kosten in Anspruch nehmen würde, wie ursprünglich angedacht und vor allem, dass hier viel Improvisation und Ideenreichtum von Nöten war. Zum Glück waren unter den aktiven Mitgliedern viel technisches Know-How und Idealismus vorhanden und irgendjemand konnte irgendwie immer das richtige Werkzeug besorgen.


        
Nach dem der Transport der sperrigen Bauteile auf das Vereinsgelände, die sogenannte „Fritschi-Insel“ vollbracht, war begann der Wiederaufbau. Hierfür musste erst ein Bodenaustausch für eine frostsichere Bodenschürze erfolgen. Hier kam uns zu Gute, dass gerade zu diesem Zeitpunkt umfangreiche Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz in der nähe stattfanden und uns das eine oder andere schwere Gerät für diese Arbeiten zur Verfügung stand.


Als nächste musste eine neue Bodenplatte betoniert werden. Erst danach konnte mit dem richtigen Aufstellen der Holzständer begonnen werden. Es funktionierte eigentlich wie bei einem Baukastensystem für Kinder, nur mussten wir feststellen, dass wir beim Abbau die Bauteile nicht immer mit eindeutigen Bezeichnungen versehen hatten und wir die eine oder andere Stunde zubrachten, die Zugehörigkeit von verschiedenen Bauteilen auszudiskutieren. Das eine oder andere Unpassende wurde dann auch mal mit grobem Gerät passend gemacht. Vorschlaghammer und Motorsäge waren hier durchaus gerne genommen. Die Aufbauarbeiten zogen sich in die Länge, der Arbeitseinsatz aller Beteiligten war aber unermüdlich, teilweise wurde bis in die Dunkelheit gearbeitet und mit dem Wetter hatten wir im Großen Ganzen auch ziemlich Glück. Ende November waren wir dann letztendlich so weit fertig, dass wir unsere Bemühungen mit einer zünftigen Einweihungsfeier feiern konnten.
 
Restarbeiten stehen heute noch an, aber das Haus hat sich bereits bewährt. Wir konnten unserer Abteilung zu einem neuen Zuhause verhelfen und können jetzt endlich für alle Vereinsmitglieder einen Bootsstellplatz anbieten. Auch für eine ausbaufähige Pokal-Vitrine konnte ein Platz gefunden werden.
Hier noch einmal ein herzlicher Dank an unsere Vorstandschaft, die uns mit Geld und Brotzeit und guten Worten unterstützt haben, Fa. Rodak Bau, die uns Material und Gerätschaft zur Verfügung gestellt hat und nicht zu letzt an alle, die tatkräftig mitgeholfen haben.

 

 

Hier muss man vielleicht kurz vorausschicken, dass unser bestehender Bootsschuppen (Bootshaus wäre hierfür eine deutlich übertriebene Bezeichnung gewesen) eine Wellblechgarage war, die im Gründungsjahr 1983 schon gut und gerne 30 Jahre auf dem Buckel hatte. Somit viel in einer außerordentlichen Abteilungsversammlung und nach Rücksprache mit der Vorstandschaft des Hauptvereins für die Finanzierung der Kosten, die trotz des „Geschenkes“ noch anfallen würden, im August 2009 der Startschuss für das Projekt „Kiosk zu Bootshaus“.